Das Anfängertuch

Heute habe ich eine Nachricht über ein Wunder bekommen. Es wächst gerade heran im Bauch einer fantastischen Frau unter herrlichem Herzen.

Und ebendiese Frau fragte mich nach einer Empfehlung:
Was wäre denn ein gutes Tragetuch für Einsteiger?

Also, das kommt darauf an. Natürlich gibt es keine pauschale Antwort, das was dir sicher klar. Dafür liebend gerne eine persönliche Einschätzung über meine eigene kleine und bescheidene Sammlung.

Eines Vorneweg: Das Fidella mit Hanf ist beileibe KEIN Einsteigertuch.

Überhaupt empfehle ich schlicht und griffig: Baumwolle. Ganz und gar ohne schischi.

Und noch ein anderes, bevor ich loslege: Mein Mann und ich haben uns eine Trageberatung gegönnt und wir würden es jederzeit wieder tun und auch uneingeschränkt empfehlen.

Fachsimpeleien über das Tragen und die Stoffe, alles anfassen und ausprobieren und schließlich guten Gewissens gutes Geld ausgeben kann ich nur ans Herz legen.

Nun zu meinen dreien, mit denen ich seit Geburt unseres Rabauken höchst glücklich und zufrieden bin:

Tragetücher

  1. Didymos Geckos – Webung: Jaquard
    Die Geckos sind einfach hübsch. Deswegen wollte ich sie haben.
    (Für ein anständiges Bild empfehle ich, direkt bei Didymos nachzusehen – ich habe kein ordentliches gefunden, der Vollständigkeit wegen aber das verschwommene Etwas eingefügt)
    Das Tuch ist leicht, griffig, weich und lässt sich prima straffen. Ich hatte nie das Gefühl, ich müsste nachstraffen. Einmal angelegt sitzt es sehr gut.
    Durch die Jaquard-Webung sieht man sofort, wenn das Tuch verdreht ist.
    Mein Mann hat die Geckos immer gern gebunden – und zwar ausschließlich ob ihrer Bindeeigenschaften, was sehr für das Tuch spricht, die Geckos als Design fand er nämlich tendenziell eher unterirdisch.
    Ich nutze die Geckos heute, nach einem Jahr, kaum noch. Das liegt schlicht daran, dass die Sandrose und das Obsidian deutlich schlichter im Stil sind und beide auf ihre höchst unterschiedliche und eigene Weise hervorragend zu binden.
  2. Girasol Sandrose – Webung: Diamantkörper
    Die Sandrose war meine Wunsch wegen der Webung. Und mein mir Angetrauter wünschte sich etwas weniger ethno-ök-mäßiges als es die Geckos sind.
    Der Diamantkörper ist deutlich fester als das Jaquard-Tuch oder das Fischgrät des Lisca. Girasols sind überdies handgewebte Tücher, während Didymos maschinengewebt sind. Das fühlt sich einfach ganz anders an.
    Die Sandrose ist enorm griffig. Zum Straffen braucht es etwas mehr Einsatz als bei den beiden anderen Tüchern. Einmal ordentlich festgezurrt sitzt es aber wie eine eins und bleibt, wo es ist. Meinem Mann lag die Sandrose von den Tucheigenschaften her nicht so recht. Er griff immer lieber zu den Geckos und wünschte sich schließlich das Lisca.
  3. Didymos Lisca Obsidian – Webung: Fischgrät
    Der absolute Allrounder. Mit dem Lisca einsteigen kann kein Fehler sein. Es ist so unglaublich kuschelig weich… und erstaunlicherweise trage ich auch 11kg Lebendgewicht in der Double Hammock noch problemlos in dem ultraleicht Kuschelweichtuch.
    Anfangs hatten wir leichte Startschwierigkeiten, das Tuch und ich. Mein Mann dagegen war sofort überzeugt und trug in nichts anderem mehr. Ich dagegen griff durch die Bank lieber zur Sandrose. Ich hatte einfach das Gefühl, das Lisca gibt wärhend des Tragens nach. Das war auch so, hat aber bindetechnische Ursachen: Ich hab einfach nicht ordentlich gestrafft. Das Lisca verzeiht. Einfach etwas hier und da nachziehen, schon sitzt das Kind wieder ordentlich eng auf Mutters oder Vaters Brust.

Summa Summarum ist das nur eine ultrawinzigkleine Auswahl von Tüchern, die es da draußen gibt.

Ich würde sie wieder nehmen. Auch die Geckos. Weil es zum Üben einfach ein sehr dankbares Tuch ist.

Und beinahe hätte ich eines Vergessen: Den Girasol-RingSling in Kreuzkörper-Webung. Auch der wäre neugeborenentauglich. Allein ich kann dazu nichts sagen. Als der bei uns einzog, war der Jung schon ein halbes Jahr alt.

Jedes Tuch hat seine Eigenheiten und das ist erst der Anfang. Drum werde ich auch Trageberaterin Ende des Jahres. Weil es Sinn macht, den Stoff, der das Wunder, wenn es mal auf der Welt ist, auf dem Bauch hält, einmal berührt zu haben und zu spüren, ob sich das gut anfühlen wird.

Ich liebe dich, fantastische Freundin. Und ich bin endlos glücklich über die Neuigkeiten ❤

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